upc cablecom bringt eine Sensation, die keine ist!

BildAls historischer Meilenstein wird das neue Angebot der upc cablecom auf den grossen Medienportalen gefeiert. Der grösste Kabelnetzbetreiber der Schweiz hebt ab Januar 2013 die Grundverschlüsselung auf. Eine Grundverschlüsselung, die auch fast ausschliesslich in Netzen der upc cablecom und deren Kunden gegeben waren. Zahlreiche kleinere Kabelnetzunternehmen und auch der Quickline-Verbund kennen keine Grundverschlüsselung.

Die Cablecom spricht in der eigenen Medienmitteilung von einem Meilenstein. Der Meilenstein kann höchstens darin bestehen, dass somit den analogen Sendern möglichst rasch das Aus droht. Analoge Sender versperren in Kabelnetzen die Kapazität der digitalen Programme.

Die neuen Konditionen wurden im Rahmen einer Vereinbarung mit dem Preisüberwacher Stefan Meierhans festgelegt, welche die Ende 2012 auslaufende Regelung ablösen wird. Ganz freiwillig ist dieser Deal also nicht zu Stande gekommen.

Der Kabelanschluss wird aber auch teurer, in Absprache mit dem Preisüberwacher wird der Preis für den Kabelanschluss über zwei Jahre gestaffelt erhöht: um 90 Rappen im Jahr 2013 und um 60 Rappen im Jahr 2014. Da upc cablecom die Verschlüsselung des Grundangebotes aufheben wird, ist für den Empfang des neuen digitalen Grundangebotes künftig keine Set-Top-Box mehr nötig.

Leider hat die upc cablecom keinen Fahrplan für die Abschaltung der digitalen Programme genannt. In der Medienmitteilung wird zwar gesagt, dass bereits in über 80% der Haushalte digital Ferngesehen wird, doch fehlt weiterhin eine klare Aussage der cablecom. Doch es stellt sich die Frage ob dies ein einzelner Kabelbetrieber tun soll, oder dies eigentlich die Aufgabe des Verbandes Swisscable wäre. (rom)

2 Gedanken zu „upc cablecom bringt eine Sensation, die keine ist!

  • 20. Oktober 2012 um 07:53
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    Lieber spät als nie.
    Somit haben Leute die SWR sehen wollen keine Mehrkosten und wir haben unsere HD Sender.

    BTW
    Leider hat die upc cablecom keinen Fahrplan für die Abschaltung der digitalen Programme genannt.

    Du meinst wohl „analogen Programme“ 😉

  • 20. Oktober 2012 um 12:15
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    Oh ja, ganz schlecht! Habe den Fehler korrigiert! Danke für den Input!

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