Radio Neo2 ist tot – lang lebe Radio Heimatklang

BildIn Langnau im Emmental hat am Mittwoch das Radio Heimatklang den Betrieb aufgenommen. Der neue Sender widmet sich voll der Volksmusik und löst das Radio neo2 ab, das eingestellt wird. Radio Heimatklang wird laut einer Mitteilung der Trägergesellschaft während 80 Prozent der Sendezeit Volksmusik ausstrahlen. Die restlichen 20 Prozent sind Gefässen mit Namen wie „So spielt ds Läbe“, „Früsch ab Press“, und „Volkstümliches Buurezmorge“ gewidmet. Diese Sendung wird am Sonntagmorgen ausgestrahlt und umfasst auch eine Predigt.

Statt Wetterprognosen und Verkehrsmeldungen bringt Radio Heimatklang Neuigkeiten aus der Welt des Brauchtums. Es ist via Internet, über Satellit und ab Fernsehkabel zu empfangen. Der Vorgängersender neo2 ging im Jahr 2008 zusammen mit Radio neo1 aus dem früheren Radio Emme hervor. Schon das Radio neo2 hatte sich voll der volkstümlichen Musik gewidmet. Doch beschloss der Verwaltungsrat von Radio Emme laut Angaben von Radio Heimatklang, neo2 nicht mehr weiterzuführen.

Zwei Vereine wollten das nicht hinnehmen und beschlossen, das neue Radio Heimatklang zu gründen. Die beiden Vereine – der Förderverein neo2 und der „Gründungsverein für ein schweizerisches volkstümliches Radio“ – wollen demnächst fusionieren. Unter dem neuen Namen Heimatklang segelt das Volksmusikradio, weil dieser besser zum Inhalt passe als neo2. Das sagte der Verwaltungsratspräsident der neu gegründeten Heimatklang Radio AG, Marc Lauper, kürzlich auf Radio neo1. Lauper ist Pfarrer in Eggiwil. Er strebt an, auch ausserhalb des Emmentals ein Publikum zu schaffen. (sda)