Huffington Post startet deutsche Ausgabe

BildDas US-Onlineportal „Huffington Post“ ist am Donnerstag mit seiner deutschen Ausgabe gestartet. Ziel sei es – wie bei den Ausgaben in anderen Ländern bereits auch -, „sowohl ein journalistisches Portal als auch eine Plattform für Blogger“ zu sein, sagte Huffington-Post-Gründerin Arianna Huffington in München.

Die deutschsprachige Ausgabe richte sich an Internetnutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Neben Beiträgen der 15-köpfigen Redaktion setze die „Huffington Post Deutschland“ vor allem auf Beiträge von Internetnutzern, aber auch von prominenten Gastautoren aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft, sagte Huffington.

Mit diesem Konzept trage die „Huffington Post“ dem Umstand Rechnung, dass sich die Rolle der Massenmedien durch den Siegeszug des Internets verändert habe. Es sei nicht mehr die Aufgabe der Medien, Inhalte zu präsentieren, sondern Mediennutzern Teilhabe an der öffentlichen Kommunikation zu ermöglichen, sagte Huffington. Die Veröffentlichung der eigenen Gedanken über das Internet sei „die neue Art der Unterhaltung“.

Die „Huffington Post“ gebe Mediennutzern die Möglichkeit der Teilhabe an der öffentlichen Kommunikation. Kritiker monieren, das zahlreiche Autoren des Portals für ihre Beiträge nicht bezahlt werden.

Das Onlineportal, das im Februar 2011 vom Internetkonzern AOL aufgekauft worden war, verfügt neben der US-Ausgabe und der nun gestarteten deutschen Version über Angebote in Frankreich, Spanien, Italien, Grossbritannien, Kanada und weiteren Ländern. Weltweit nutzen die Ausgaben der Huffington Post pro Monat nach Angaben des US-Unternehmens 77,2 Millionen Besucher.

In Deutschland geht die „Huffington Post“ mit Beiträgen unter anderem aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Unterhaltung und Technik an den Start. Aushängeschild des Medienangebots soll der Autor Cherno Jobatey sein, der über zwanzig Jahre das ZDF-„Morgenmagazin“ moderierte. (sda)