dpa stellt Produktion auf Datenformat NewsML-G2 um

BildDie Nachrichtenagentur dpa wird künftig ihre Dienste in einem neuen, strukturierten Format ausliefern. Die darstellungsneutrale Produktion im Datenformat NewsML-G2 soll Kunden dabei helfen, das Agenturmaterial noch effektiver zu nutzen. Darauf weist die dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH anlässlich der World Publishing Expo des Zeitungsweltverbandes WAN-IFRA (noch bis 9. Oktober) in Berlin hin. In einem ersten Schritt stellt die dpa derzeit ihre Textproduktion auf das NewsML-G2-Format um. Die dpa-Dienste in den Bereichen Foto, Grafik, Audio und Video folgen zu späteren Zeitpunkten.

Mithilfe des Formats NewsML-G2 sollen dpa-Kunden in Zukunft zum Beispiel Texte und die damit verbundenen Metadaten – von Bildhinweisen über Weblinks bis zu Ortsangaben – in strukturierten Feldern empfangen und sortieren können. Dies soll es auch einfacher machen, dpa-Texte so zu verarbeiten, dass sie in verschiedenen Medienformen unterschiedlich präsentiert werden – zum Beispiel so, dass ein mitgelieferter Text-Teaser nur online, nicht aber für die Druckausgabe einer Zeitung verwertet wird. Bis zur Umstellung ihrer Empfangssysteme auf NewsML-G2 erhalten dpa-Bezieher die Berichterstattung über den Technik-Dienstleister mecom GmbH weiter im bisherigen Format IPTC 7901.
NewsML-G2 ist ein sogenanntes XML-Format. Es ist vom International Press Telecommunications Council (IPTC) als ein neues Standardformat für die Belieferung von Agenturkunden eingeführt worden. Zu den Zielen gehört dabei unter anderem, die Verknüpfung von Texten und Bildern für die Agenturkunden zu erleichtern.

Bei der dpa haben die Kindernachrichten-Redaktion und der dpa-Themendienst ihre Textproduktion bereits so umgestellt, dass ein Empfang im Format NewsML-G2 möglich wäre. In den kommenden Wochen sollen die AP Weltnachrichten, die Redaktionen aller anderen deutschsprachigen Textdienste im dpa-Newsroom in Berlin und die dpa-Büros im Inland folgen.(rom)