Dem Bund sind die Medien im Ausland 20 Mio. wert!

BildDer Bund zahlt der SRG künftig jährlich bis zu 20 Millionen Franken, damit sie auch im Ausland Nachrichten aus der Schweiz verbreiten kann. Knapp die Hälfte des Geldes ist für Swissinfo bestimmt. Weiter wird die Zusammenarbeit mit den Fernsehstationen 3Sat und TV5 unterstützt. Der Bundesrat hat am Mittwoch einer neuen Leistungsvereinbarung mit der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) zugestimmt. Der Vertrag gilt für die Jahre 2013 bis 2016. Einbussen hinnehmen muss die Internetplattform Swissinfo.ch – sie bekommt jährlich rund 2 bis 3 Millionen Franken weniger.

Dass es zu Kürzungen für Swissinfo kommt, war bereits bekannt. Bei der Newsplattform werden deshalb bis Ende 2012 rund 40 Vollzeitstellen – ein Drittel der Stellen – abgebaut. Zudem muss die Redaktion umstrukturiert werden. Allerdings wird nicht nur gekürzt: Ab 2013 bietet Swissinfo Informationen in Russisch an – zusätzlich zu neun anderen Sprachen. Insgesamt bekommt Swissinfo vom Bund in den nächsten fünf Jahren 34,75 Millionen Franken. Das ist die Hälfte des Bugdets der Newsplattform. Für die andere Hälfte kommt die SRG auf. In der Vereinbarung sind auch inhaltliche Leitlinien festgehalten. So soll sich Swissinfo „in erster Linie an ein internationales, an der Schweiz interessiertes Publikum“ richten.

Für die Zusammenarbeit mit der französischsprachigen Fernsehstation TV5MONDE stellt der Bund der SRG in den nächsten fünf Jahren 26,9 Millionen Franken zur Verfügung. Neu muss sich sich die SRG dafür einsetzen, dass neun Prozent der Sendezeit mit schweizerischen Produktionen belegt wird. Das sei ein ambitiöses Ziel, sagte Christine Javet vom Bundesamt für Kommunikation (BAKOM). Bei TV5MONDE würden die beteiligten Staaten bei der Programmation direkt mitreden.

Beim deutschsprachigen Sender 3Sat sieht die Leistungsvereinbarung einen Anteil von Sendungen aus der Schweiz von zehn Prozent vor. Insgesamt bekommt die SRG hierfür in den nächsten fünf Jahren 15,9 Millionen Franken. In der Leistungsvereinbarung ist weiter festgehalten, dass die SRG Möglichkeiten prüft, Sendungen von Radiotelevisione svizzera (RSI) einem italienischsprachigen Publikum international zugängig zu machen. Bis Ende Jahr muss die SRG gemäss Javet dem BAKOM konkrete Ideen vorlegen. (rom/sda/dpa)