Die Intendantinnen und Intendanten der ARD haben die Programmentscheidung getroffen, die Sendung “Gottschalk Live” mit Beginn der Sommerpause zu beenden. Mit dieser Aussage überrascht das offentlich-rechtliche Fernsehen ARD doch etwas. Mit Pauken und Trompeten hat man Gottschalk vom Schwestersender ZDF “übernommen” und ihm eine eigene Personality-Show gegeben. Dies nur zu einer Zeit, wenn alle am Nachtessen sind und eh keiner fernsieht. Grund für die Absetzung sei die geringe Publikumsresonanz was ja immer klar war.
Thomas Gottschalk wird damit am 7. Juni 2012 zum letzten Mal im Vorabendprogramm des Ersten seine Gäste begrüssen.
Die ARD-Vorsitzende Monika Piel dankte Thomas Gottschalk für seine große Begeisterung, seine Kreativität und seine Risikobereitschaft: “Ich finde es schade, dass “Gottschalk Live” beim Publikum nicht den Zuspruch gefunden hat, den wir diesem Format alle gewünscht haben. Es war ein Experiment, auf das sich Thomas Gottschalk mit seiner ganzen Persönlichkeit eingelassen hat. Er ist mit uns gemeinsam das Wagnis für ein neues Sendekonzept für den Vorabend eingegangen. Wir werden nun in aller Ruhe gemeinsam über eine Zusammenarbeit in anderer Form nachdenken.”
Thomas Gottschalk zeigte Verständnis für den Beschluss der ARD: “Ich nehme diese Entscheidung der Intendanten mit Bedauern zur Kenntnis, habe aber volles Verständnis dafür. Es war uns von Anfang an klar, dass wir mit diesem Format ein Experiment gewagt haben und ich war mir des Risikos zu jeder Zeit bewusst. Über das Schicksal eines Fernsehmoderators entscheidet das Publikum und ich muss zur Kenntnis nehmen, dass es mir nicht gelungen ist, an diesem Programmplatz genügend Zuschauer zu begeistern. Trotzdem hat mir diese Erfahrung grossen Spaß gemacht! (rom)
Ab August 2012 zeigt SF 1 die neue Quizshow «Weniger ist mehr». Die Moderation der neuen
Sendung übernimmt Patrick Hässig. In der Vorabendsendung messen sich drei
Kandidatenpaare. Sie müssen herausfinden, was 100 Personen auf eine Frage am wenigsten
oft geantwortet haben. Das Team mit den wenigsten Punkten gewinnt.
Ab August 2012 wird um 18.15 Uhr auf SF 1 das neue Quizformat «Weniger ist mehr» ausgestrahlt.
Patrick Hässig, Moderator und Moderationsleiter bei Radio 24, wird die Show moderieren. Der
33jährige Zürcher war bereits für Schweizer Radio und Fernsehen tätig: von 2005 bis 2008 als Moderator bei DRS 3 und DRS Virus und von 2006 bis 2009 als Moderator von «Die Gameshow» auf SF zwei. Patrick Hässig: «Ein tägliches Quiz moderieren zu dürfen ist für mich eine Ehre und eine grosse Herausforderung zu gleich. Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe und auf all die
spannenden Momente, die es ab dem 20. August zu sehen gibt».
Am 1. Mai zeigt der Privatsender 3+ die erste Schweizer Folge von UNDERCOVER BOSS. Bei der Premiere wird der CEO für die Schweiz der weltweit grössten Hotelkette Best Western inkognito in der eigenen Firma eingeschleust und gerät dabei in eine brenzlige Situation.
Der charmante Berner Firmenchef wird von einem TV-Team unter dem Vorwand der Jobsuche begleitet, während er inkognito in handwerklichen Betriebsteilen der eigenen Hotelkette arbeitet. Eine Woche lang sind Angestellte wie Putzpersonal, Köche und Haustechniker seine direkten Arbeitskollegen, die dem Undercover Boss offen und emotional ihre rührenden Lebensgeschichten erzählen. In dieser ungewohnten Situation lernt der CEO sein eigenes Unternehmen und dessen Mitarbeiter aus neuen Perspektiven kennen.
Es ist zu hoffen, dass aufwändige Serie auch bei 3+ weitergeführt wird und nicht bereits wieder nach den zwei geplanten Folgen wieder eingestellt wird, wie das bei “Wer wird Millionär” der Fall war. (rom)
MTV hat sich vom Musikfernsehen zum Trash-Sender bewegt. Was MTV früher berühmt und beliebt gemacht hat, nämlich das Zeigen von Musikvideos kommt jetzt wieder zurück. Rayneer ist ein personalisiertes Musikfernsehen 2.0 und erkennt automatisch den Musikgeschmack des Zuschauers und stellt somit einen eigenen, individuellen Fernsehsender bereit.
Derzeit ist der Sender als kostenlose Beta-Version für Smartphones und Tablets in den App Stores oder unter www.rayneer.tv verfügbar.
Der intelligente Algorithmus von Rayneer analysiert das Facebook-Profil und erkennt die User-Präferenzen. Rayneer startet als Musik-TV, das jedem User seine Lieblings-Videoclips zeigt. Schritt für Schritt wird das Angebot ausgebaut: User, die sich für Nachrichten interessieren, erhalten eine individuell zusammengestellte News-Sendung, Serienfreunde sehen ihre Lieblingsserien, und Doku-Liebhaber werden mit aktuellsten und für sie interessanten Dokumentationen versorgt.
Hinter dem jungen Startup rayneer entertailorment AG stehen Oliver Flueckiger (Betriebsökonom Universität Zürich), Yannick Koechlin (Software Engineer Universität Zürich) und Ronny Nenniger (ehemaliger Musikchef Radio Energy). Rayneer wird von CTI Start-up, dem Coaching-Programm für Hightech-Startups des Bundes gefördert. (rom)
Digitales Radio wird in der Schweiz weiter ausgebaut. Das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) hat der SwissMediaCast AG (SMC) die Funkkonzession für den Betrieb eines neuen digitalen DAB+-Sendernetzes erteilt. Das Netz besteht aus sieben Versorgungsgebieten in der Deutschschweiz und ermöglicht den Radiostationen, ihr Programm an ein regionales Publikum zu richten. Zudem kann die SRG SSR ihre Regionaljournale nun auch digital ausstrahlen. Im November 2012 soll der Aufbau des ersten Teilgebietes in Angriff genommen werden.
In der Deutschschweiz sind schon zwei sprachregionale Digitalradio-Plattformen in Betrieb, jene der SRG SSR mit 13 eigenen Programmen sowie jene von SwissMediaCast (SMC) mit 18 privaten Radioprogrammen. Mit der Konzessionierung der SMC zum Aufbau des neuen, dritten DAB-Netzes in der Deutschschweiz gewinnt die digitale Radioverbreitung weiter an Bedeutung. Neu erhalten private Radiostationen – die nicht die gesamte sprachregionale Versorgung anstreben – die Möglichkeit, ihre Programme in einem oder mehreren Teilgebieten regional auf einer digitalen Plattform zu verbreiten. Zudem will die SRG SSR in jedem dieser sieben Teilgebiete bis zu drei Regionaljournale übertragen.
Die SMC beabsichtigt, im März 2013 das Teilgebiet Zürich-Aargau-Schaffhausen-Glarus in Betrieb zu nehmen. Laut Funkkonzession müssen anschliessend pro Jahr je zwei weitere Teilgebiete realisiert werden. Im Juni 2016 sollen die Programme des neuen DAB+-Netzes in der ganzen deutschsprachigen Schweiz empfangbar sein.
Die Erteilung der Funkkonzession erfolgte im Anschluss an eine Interessenabklärung, die das BAKOM Anfang 2012 vorgenommen hatte. Da nur die SMC Interesse beim BAKOM gezeigt hatte, war keine Ausschreibung erforderlich und die Funkkonzession konnte direkt durch das Amt erteilt werden. Bei der SwissMediaCast AG handelt es sich um einen Zusammenschluss von privaten Radiostationen und der SRG SSR. Sie übernehmen gemeinsam die technische Verantwortung für die Frequenznutzung und den Betrieb der benötigten Senderinfrastruktur.
Marc Walder wird neuer CEO der Ringier AG. Er löst in dieser Funktion Christian Unger ab, der von seinem Amt zurücktritt. Marc Walder (46) führte bislang Ringier Schweiz & Deutschland. Diesen Bereich wird er weiter in Personalunion führen. Walder löst an der Spitze des Unternehmens Christian Unger (44) ab, der seit dem 1. Januar 2009 die Ringier AG geführt hat. Unger will sich neuen Herausforderungen zuwenden.
Christian Unger: «Ringier ist nach dreijähriger Umbauarbeit heute ein breit diversifiziertes Medien-Unternehmen und hat mit dem Joint Venture Ringier Axel Springer Media AG eine hervorragende Position in Mittel- und Osteuropa gewonnen. Es ist der richtige Zeitpunkt für mich, neue Aufgaben anzunehmen.»
Marc Walder absolvierte die Ringier Journalistenschule, war unter anderem Sportchef der Blick-Gruppe, Chefredaktor der Schweizer Illustrierte und des SonntagsBlick, bevor er 2008 die operative Verantwortung von Ringier Schweiz & Deutschland übernahm und Mitglied des Group Executive Board wurde. Walder übernimmt das Amt als CEO der Ringier AG per sofort.
Die Chefredaktion Radio hat die 43jährige Isabelle Jacobi zur neuen Leiterin der Redaktion Echo der Zeit gewählt. Sie löst Markus Mugglin ab, der im Herbst 2012 in Pension geht. Isabelle Jacobi hat in den USA Journalismus und an der Universität Bern Anglistik, Schweizer Geschichte und Theaterwissenschaften studiert und mit dem Lizentiat abgeschlossen.
Seit 1999 arbeitet sie bei Schweizer Radio DRS, bis Ende 2006 als Moderatorin und Redaktorin von «DRS2aktuell». Seit 2008 ist sie Produzentin und stellvertretende Redaktionsleiterin Echo der Zeit. Dazwischen verbrachte sie knapp drei Jahre als freischaffende Korrespondentin in New York, wo sie ein Business-Zertifikat an der Columbia University erwarb.
Isabelle Jacobi über ihre neue Herausforderung: «Ich freue mich auf die neue Aufgabe – darauf, ein erfreulich eigenwilliges Team zu leiten und die älteste Informationssendung von Schweizer Radio DRS in die nähere Zukunft zu führen. Wichtig ist mir, im zunehmend schnellen Newsgeschäft jene Qualität zu bewahren, für die das `Echo der Zeit‘ steht: relevante News statt Hype, Weitsicht statt Nabelschau.»